Tag 11 – 13

Gefahrene KM: 201

Von unserem berauschenden Campingplatz am Tvindefossen ging es morgens in Richtung Flam. Der durch Kreuzfahrtschiffe am häufigsten besuchte Ort in Norwegen. Auf dem Weg nach Flam wollten wir auch der Stabkirche in Undredal einen Besuch abstatten und nahmen einen kleinen Abstecher in Kauf. Im Ort angekommen sahen wir dann, dass die Stabkirche aktuell auf Grund von Renovierungsarbeiten mit einem Gerüst und einer Plane verdeckt ist. Auf dem Weg in das kleine Dorf waren uns allerdings bereits die vielen Ziegen aufgefallen. Im lokalen Supermarkt wurden wir dann auch fündig. In einer großen Theke wurde der lokale „Geitost“ angeboten. Wir entschieden uns für einen kleinen Block braunen Geitost und setzen unsere Tour nach Flam fort.

Dort angekommen, schauten wir uns kurz das Hafenstädtchen an, um danach unserem Campingplatz in Augenschein zu nehmen. Hier richteten wir uns ein, um am nächsten Tag eine Fahrt mit der Flambahn zu unternehmen. Wir hofften noch, dass bis zum Antritt unserer Fahrt keine Kreuzfahrtschiff angelegt hatte.

Am nächsten Morgen sahen wir dann leider doch schon das nächste Kreuzfahrtschiff, deren Passagiere natürlich wie wir alle mit der Bahn nach Myrdal fahren wollten. Das sollte uns jedoch von unserem Vorhaben nicht abhalten. Am Hafen angekommen, erfuhren wir, dass die kommenden zwei Fahrten bereits ausverkauft waren. Das hieß 3 Stunden warten, die Möglichkeit noch ein paar Vorräte im Supermarkt zu kaufen und die Angel (erfolglos) auszuprobieren.

Schließlich ging es dann doch los, vorbei am alten Flam, vielen Wasserfällen und atemberaubender Natur. Paul unterhielt derweil die mitreisenden Kreuzschifffahrer (übrigens ausnahmslos Briten & Asiaten). An einem Zwischenstopp konnte ausgestiegen werden, um den Wasserfall „Kjosfossen“ zu fotografieren und dem Tanz einer Frau, verkleidet als norwegische Feengestalt, am Wasserfall bei nett klingender Melodie zu folgen. Irgendwie alles ein wenig sehr touristisch angehaucht, aber wir möchten uns nicht beschweren. Ich suchte mir eine Stelle von der sich gut fotografieren ließ. Gleich hinter einer Handvoll Asiaten konnte ich knipsen, da die durchschnittliche Körpergröße die 150cm nicht überschritt.

In Myrdal angekommen, mussten wir leider gleich wieder bergab fahren, weil mein Fahrrad einige Stationen weiter unterhalb aus dem Zug geholt wurde, damit ich noch ein paar Kilometer einer sehr beliebten Radstrecke parallel zur Zugtrasse fahren konnte. Ursprünglich wollte ich ab Myrdal das Fahrrad nehmen, aber in der Talstation riet man aufgrund hohen Schnees am Berg davon ab. In Myrdal konnte ich auf dem Radweg allerdings keinen Schnee entdecken. Sehr schade.

Während Paul und Mama die Rückfahrt per Zug genossen, fuhr ich also per Rad ins Tal, um noch einige Fotos zu schießen. Ich kann diese Tour jedenfalls sehr empfehlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und das Wetter hat wieder mitgespielt. Wieder in Flam angekommen entschlossen wir uns aufgrund des tollen Wetters für einen weitere Nacht auf dem Campingplatz in Flam, um dann erst am nächsten Tag weiter zu fahren. Nach einem leckeren Abendessen und Cubra Libre für Mama & Papa ging es ins Bett.

Heute machten wir uns dann endlich wieder auf den Weg. Unsere Tour sollte uns an den Sognefjord führen, um hier einige Gletscherzungen zu besuchen. Auf dem Weg dorthin kann man im Sommer den sog. Snøvegen wählen, der die höchste Passstraße Norwegens darstellt. Leider ist der Pass aktuell aber aufgrund des Schnees noch nicht befahrbar. Wir fuhren trotzdem einige Kilometer den Berg hinauf, um die spektakuläre Aussichtplattform „Stegastein“ besuchen zu können. Dieser Umweg hat sich bei tollem Wetter wirklich gelohnt.

Nachdem wir den Pass wieder in umgekehrter Richtung zurück gefahren waren, fuhren wir durch den Lærdalstunnel – mit 24,51 km den längsten Straßentunnel der Welt. Bevor wir den Fjord überquerten, machten wir noch einen Abstecher zur Stabkirche von Borgund. Die Stabkirche ist aufgrund des Teers fast ganz schwarz und macht einen verwunschenen Eindruck. Uns fiel erst später auf, dass ich mit der Fußspitze an die Kirche gekommen sein muss. Bis zu unserer Ankunft am Campingplatz in Kjornes hatte ich immer noch den Geruch der Stabkirche in der Nase. Melanie erklärte mich schon fast für verrückt, als wir dann den Teer auf meiner Schuhspitze entdeckten. Das widerspenstige Zeug war auch schon auf einer Stufe zum Bett des Wohnmobils geschmiert. Also hieß es erst einmal putzen … 😉

Der Campingplatz hier in Kjornes ist wirklich sehr gut ausgestattet und sauber. Für kleine Kinder existiert hier ein eigener Sanitärbereich, den Paul heute Abend bereits ausgiebig testen durfte. Morgen werden wir dann zu unserer ersten Gletscherzunge aufbrechen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Urlaubsblog abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s