Tag 22 – 25: Der Weg gen Süden …

Gefahrene KM: 572 an vier Tagen

An unserem zweiten Tag in Lillehammer schauten wir uns das dortige Freilichtmuseum (Maihaugen) an. Dabei handelt es sich um ein wirklich sehr aufwendiges und detailverliebtes Museum. Ausgestellt sind traditionelle (Bauern-)Gebäude der Region, eine Stabkirche und Wohnhäuser unterschiedlicher Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Teilweise sind diese Gebäude komplett eingerichtet und können besichtigt werden. Das Freilichtmuseum beheimatet außerdem ein Postmuseum, das die Geschichte der Post und deren Transport in Norwegen anschaulich für die Besucher ausstellt. Leider war der Akku der Kamera auf halben Weg leer und wir hatten den Ersatz nicht mit, so dass wir nicht alles per Foto festhalten konnten. Im großen Hauptgebäude kann eine Ausstellung mit dem Thema „So wurde Norwegen unser Land“  besucht werden, die vermittelt wie Norwegen zu dem wurde, was es heute ist. Der Beginn zeigt die Entstehung des Landes bzw. der Landschaft, das Ende den Beginn des Ölförderzeitalters Norwegens. Sehr interessant und unbedingt zu empfehlen. Im Vergleich zum Freilichtmuseum in Oslo, hat Lillehammer um einiges besser abgeschnitten.

Von Lillehammer ging es dann nachmittags wieder nach Oslo. Hier übernachteten wir diesmal bei Ekeberg Camping. Der Platz ist sehr groß, sauber, aber erinnert irgendwie an eine Massenabfertigung. Es ist nicht so familiär, wie wir es auf den vielen Campingplätzen im Fjordland erlebt hatten. Am nächsten Tag wagten wir uns dann erneut in die Osloer Innenstadt. Diesmal besuchten wir das Nobelviertel „Aker Brygge“ direkt am Oslofjord. Die Promenade beheimatet viele feine Restaurant und Bars und es wimmelt von Menschen, die hauptsächlich auffallend gut gekleidet sind. Abseits der Promenade beheimatet das Viertel viele Büros bekannter Beratungshäuser und besonders edle Wohnungen und weitere Büroflächen. Irgendwie passend findet man am Ende von Aker Brygge das Museum für moderne Kunst.

Weiter ging es zur Akerhus Festung. Leider ist dies kein so gutes Ausflugsziel, wenn man mit Kinderwagen bzw. Buggy und/oder Kraxe bewaffnet ist. Die Festungsanlage ist komplett mit historischem Kopfsteinpflaster ausgelegt. D.h. Paul wanderte vom Buggy in die Kraxe. Am Eingang des Museums hätten wir den Buggy zwar stehen lassen können, allerdings wies uns der nette Herr am Eingang darauf hin, dass wir auch vieles aufgrund der Kraxe und den engen Gängen und Toren der Festungsanlage nicht hätten besichtigen können. Wir entschieden uns also um, fuhren mit dem Bus wieder zum großen zentralen Bahnhof in Oslo und gelangten von dort aus zum sog. Frognerpark und dessen Skulpturenpark des Künstlers Vigeland. Der Park ist riesengroß und im Sommer sicherlich ein beliebtes Ausflugsziel der Osloer. Wir wanderten ein wenig durch den Park, schauten uns die vielen Skulpturen an und machten uns dann auf den Weg zurück zum Campingplatz, da bereits wieder dunkle Wolken am Himmel aufzogen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter in Richtung Göteborg. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Festungsanlagen in Fredrikstad, die viele Jahre die „bösen Schweden“ vor dem Einmarsch in Norwegen hinderte. Wir sahen viele Kanonen, die dafür verantwortlich waren, dass die Schweden eine fast 10-fache Übermacht an Soldaten benötigten, um die Festung 1814 einzunehmen. Bevor wir die Grenze nach Schweden am nächsten Tag überquerten, wurde noch ein weiterer Stopp auf einem Campingplatz gemacht, der ausschließlich Norweger in Wohnwagen und den dazugehörigen Vorzelten beheimatete. Irgendwie erinnerte uns das an die typischen niederländischen Campingparks.

Heute ging es dann die E6 weiter bis nach Göteborg. Die Baustellen, die uns auf dem Hinweg noch zu Strecken über Umleitungen zwangen, waren nicht mehr vorhanden, so dass wir gut voran kamen. Hier stehen wir nun auf einem sehr teuren Campingplatz und lassen uns von der Techno-Musik der schwedischen Jugend beschallen. Irgendwo in der Nähe ist wohl ein toller Partystrand und es ist Freitag-Abend. Schauen wir mal, ob wir noch zu Schlaf kommen werden, bevor wir uns dann morgen irgendwann in die Schlange vor unserer Fähre stellen müssen. Der Grenzübertritt nach Schweden tat bereits weh, aber auf der Fähre wird morgen wohl der große Wehmut aufkommen.

An die Zurückgebliebenen: Ihr habt uns bald wieder!

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5 Antworten zu Tag 22 – 25: Der Weg gen Süden …

  1. Knips-Lust schreibt:

    Hallo ihr Drei…ihr habt wirklich einen tollen Blog. Ich bin zufällig heute auf euren Blog gestoßen…sicher werde ich in den nächsten Tage mir die einzelnen Berichte genauer durchlesen.
    Es macht wirklich viel Mühe aber ich liebe solche Blogs wie euren…ich werde diesen Sommer auch noch durch Norwegen fahren. Ich freue mich schon riesig wenn ich mir so eure Fotos anschaue.
    Viel Spaß noch…Liebe Grüße

    • wise schreibt:

      Hi „Knips-Lust“,

      vielen Dank für die Blumen. Tob dich hier ruhig aus und verschaffe dir erste Eindrücke, bevor du deinen Sommer in Norwegen genießen kannst.

      VG
      Christian

  2. Ingo Fuchs schreibt:

    Toller Artikel. Wir waren zunächst nur in Österreich. Einen Urlaub mit Kindern viel weiter weg haben wir uns nicht gewagt. Aber Österreich hat einen guten Standard, somit lief immer alles problemlos.

  3. michael schreibt:

    Toller Blog und tolle Bilder. Ich fahre nun auch zum 3ten mal wieder in Richtung Molde an den Romsdalfjord. Norwegen ist und bleibt ein tolles Land.

    Ich werde gleich noch ein wenig im Blog stöbern.

    LG Michael vom Norwegen Blog http://www.fivefish.de (romsdalfjord)

  4. Nordic Team Travel schreibt:

    Zufällig bin ich auf eure Seite gestossen. Ein wirklich wirklich wunderschöner Beitrag.

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